Die Universität Basel feiert dieses Jahr (2010) ihr 550. bestehen. Seit dem 4. April 1460, also genau seit 550 Jahre wird in Basel wissenschaftliche Lehre und Forschung betrieben und dies ununterbrochen. Die Gründung fand damals im Basler Münster statt. Schon im ersten Jahr der Eröffnung der Uni Basel lehrten und forschten 227 Studenten und Dozenten an den vier Fakultäten der Theologie, Juristen, Mediziner und Artisten. Heute studieren durchschnittlich 12'000 Studenten/innen, über 300 Professorinnen und Professoren und ca. weitere 1'600 Dozierende an sieben Fakultäten. Aus der Philosophisch-Historischen Fakultät – der ehemaligen „Artisten“, entstand 1937 die Philosophisch-Naturwissenschaftliche Fakultät, 1996 die Wirtschaftwissenschaftliche Fakultät und schliesslich 2003 kam die Psychologiewissenschaftliche Fakultät hervor.
Die Geschichte zeigt auf, dass die Universität Basel keines falls gradlinig verlief. Sie hatte viele Krisen zu meistern. Zum Beispiel die Zeit der Reformation im 16. Jahrhundert oder die Kantonstrennung von 1830-34 der Landschaft Basel von der Stadt. Jedoch ging die Universität Basel bei solchen schwierigen Zeiten immer gestärkt hervor. 2008 wurde mit dem Kanton Baselland ein Staatsvertrag abgeschlossen. Seither wird die Uni Basel von beiden Basel finanziell getragen.
Viele gute Leistungen in den unterschiedlichsten Sparten trugen zum guten Ruf der Uni Basel bei, den es in der heutigen globalisierten Welt zu halten gilt. Die aufstrebenden Naturwissenschaften spielten dabei im 19. Jahrhundert eine wesendliche Rolle. Die berühmte Mathematiker- und Physikerfamilie Bernaulli war für die Universität Basel im 17. Jahrhundert Mitwegbereiter in dieser Entwicklung. Für die Region Basel hat die Lebenswissenschaft, eines der Zentren der Forschung eine grosse Bedeutung. Die Uni Basel hat seit der Gründung vor 550 Jahren den Ruf erworben, ein Zentrum der kulturellen Reflexion zu sein.
Im Jahr 2004 eröffnete die Universität Basel erfolgreich die Kinder-Uni.
Es darf auch nicht verheimlicht werden, dass das weibliche Geschlecht erst ab 1890 zum Studium an der Universität zugelassen wurde. Mit 55% studierenden bilden sie Heute im Jahr 2010 die Mehrheit der Studierenden an der Uni Basel mit steigender Tendenz. Die Bildungslandschaft ist Heute genau so in Bewegung wie damals schon bei der Gründungszeit. Die Universitäten bilden einen zentralen Ort in einer wissensbasierten Gesellschaft, an denen Wissen entsteht und weiter gegeben wird.
Ein Makel aber haftet an jeder Universität. Obwohl schon sehr viel Wissen und Erkenntnisse an Universitäten erlangt wurden, werden sie jedoch nie die Wahrheiten herausfinden (zum Beispiel: wie entstand das Universum, wer steckt dahinter, wie kann man Distanzen von einer Galaxie zur anderen spielend überwinden? Oder wer steuert den Körper, ist es das Gehirn oder ist es der Geist der alles lenkt?)So lange nur im Äusseren die Antworten und Lösungen gesucht werden, wird sich die Spirale der Fragen und Fragen munter weiter drehen. Wo findet man denn die Antworten, die Lösungen? Die Antworten und die Wahrheiten findet man nur im innern, im Herzen. Wer einen offenen Geist hat, dem werden viel wissen und gute Ideen zufliessen.
Es ist also höchste Zeit das sich die Universitäten weltweit mit etwas auseinander setzen, mit dem sie sich bis jetzt noch nie auseinander gesetzt haben. Last die Studierenden nach innen (Herzen) richten und man wird zu vielen guten Lösungen und Wissen gelangen zum wohl der Erdenmenschheit.
Alle Fotos: Dominik Stohler, Ziefen
Teil 1 und 2: Fotos von der Eröffnung „550 Jahre Universität Basel“ in Liestal vom 17.4.2010.

















