Das ehemalige Benediktiner Kloster Beinwil liegt im Lüsseltal am Fusse des Passwangs. Gegründet wurde das Kloster vermutlich vom lokalen Adel um 1085 n. Chr. Eine Gründungsurkunde ist keine mehr vorhanden. 1445 wurde das Kloster nach Streitigkeiten über Gebietsansprüche zwischen Solothurn und Basel an die Grafen von Thierstein, welche als Kastvögte agierten, niedergebrannt. 1519 gelangte Beinwil zu Solothurn, welche diese einen grossteil des Klosterbesitzes als Pfand an sich nahm. Im 16. Jh. lebten nur noch wenige Mönche im Kloster, und die Betreuung wurde 1589 vom Kloster Einsiedeln, 1622 vom Kloster Rheinau übernommen. Da im abgeschiedenen Lüsseltal kein klösterlicher Aufschwung zu erreichen war, wurde die Verlegung nach Mariastein vorbereitet und 1648 ihren Abschluss fand. Von Mariastein aus wurde ende des 17. Jh. das Kloster Beinwil mit barockem Neubau der Klosterkirche und der Konventsgebäude wieder ins Leben gerufen. 1874 wurde das Kloster während des Kulturkampfes per Volksentscheid aufgehoben. Die dem heiligen Vinzenz von Saragossa geweihte Klosterkirche fiel 1978 einem Brand zum Opfer. Eine Tafel erinnert daran: Kloster Beinwil am 4. 8. 1978 durch Brand verwüstet, Restauriert 1980 -1983, steht unter dem Schutz der schweizerischen Eidgenossenschaft.
Ut unum sint = „auf das ihr alle eins seid“ (Johannes 17.21)
Wappenspruch von Anton Hänggi, Bischof von Basel (1969 – 1982)
Heute ist die Klosteranlage eine Ökumenische Gemeinschaft.
Brüder und Schwestern in und ausserhalb Beinwils, verschiedener Konfessionen, Lebensformen, Berufe... leben verbindlich Gottes Willen nach Einheit – Joh. 17.21 auf den Grundlagen des Evangeliums und der Regel Benedikts.
Ökumenische Begegnung und Stille auch im Lebensstil, getragen vom Stundengebet der alten ungeteilten Kirche.
Die Klosteranlage ist Eigentum der ökumenischen Stiftung Beinwil.
Mehr Infos:
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http://de.wikipedia.org
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Kloster Beinwil
Fotos: Dominik Stohler, Ziefen
Fotografiert am: Samstag, 02. April 2011
Alle Fotos copyright © by Stohler, Ziefen.