Das Kloster Mariastein ist eine Benediktinerabtei in der Gemeinde Metzerlen-Mariastein im Kanton Solothurn (Bezirk Dorneck).Mariastein ist nach Einsiedeln der zweitwichtigste Wallfahrtsort der Schweiz. Über der so genannten Gnadenkapelle befindet sich eine dreischiffige spätgotische Basilika. Das Innere ist barock und die Eingangsfassade klassizistisch.
Die Abtei wurde 1648 von Beinwil hierher verlegt und zweimal, 1792 und 1874 säkularisiert. Die Benediktiner zogen nach der Säkularisation von 1874 zuerst nach Delle in Frankreich, danach für kurze Zeit nach Dürrnberg bei Hallein und schließlich nach Bregenz. Nachdem das Kloster in Bregenz von der Gestapo geschlossen worden war, kehrten die Mönche nach Mariastein zurück, wo sie 1941 Asylrecht erhielten. 1971 wurde die Abtei auch offiziell wiedereingerichtet.
In einer Grotte unterhalb der Klosterkirche befindet sich das Gnadenbild der Mutter vom Trost, das eigentliche Wallfahrtziel. Unzählige Votivtafeln verkünden auf dem Weg zur Grotte, dass die Madonna für manche noch immer Wunder wirkt.
Sage
Eine Legende besagt, dass ein kleiner Hirtenjunge mit seiner Mutter auf dem Feld war. Beim Spielen fiel er die steile Felswand hinunter. Als die Mutter ins Tal rannte traf sie ihren Sohn dort unverletzt an. Er berichtete er sei von einer Frau aufgefangen worden. Der Vater des Kindes war sich sicher, dass es sich bei jener geheimnisvollen Frau, die ihm sein Sohn beschrieb, nur um die Erscheinung der Gottesmutter Maria handeln könne. Zum Dank für die Rettung liess er ihr zu Ehren eine Kirche an der Stelle errichten.

















