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Ruine „Neu-Homburg“
Die Ruine Neu-Homburg liegt zwischen Buckten und Läufelfingen im Homburgertal, Oberbaselbiet. Die Ruine ist von der Hauptstrasse aus nicht zu sehen, sie ist von Wald umgeben. Die Aussicht von der Ruine aus ist beeindruckend. Zum einen sieht man ein Teil von Läufelfingen und die Passhöhe unterer Hauenstein im Süden, im Norden sieht man Känerkinden und in der Ferne den Schwarzwald in Deutschland und die Vogesen im Elsass, Frankreich. Im Sommer kann man sehr schöne Sonnenuntergänge von der Ruine aus erleben.

Geschichte
Graf Hermann IV von Frohburg liess sich 1240 im Läufelfinger-Tal nieder. Durch die Heirat mit einer Erbtochter der Grafen von Homburg kam er in den Besitz der Grafschaft Sisgau als Lehen des Basler Bischofs. Fortan nannte er sich „Graf von Homburg“ und begründete damit das Geschlecht der Grafen von „Neu-Homburg“. Die von Hermann erbaute Burg war das Zentrum einer Herrschaft im Läufelfinger-Tal. Von ihr sind heute keine Reste mehr sichtbar erhalten. Die Neu-Homburger verlegten Mitte des 13. Jh. Ihren Wohnsitz an den Zürichsee und liessen die Burg durch einen Vogt verwalten.

Der Basler Bischof erwarb 1303 die Herrschaft Homburg und erbaute eine neue Burg mit dem mächtigen Wohnturm als Sitz seines Vogtes. Die Herrschaft wurde wegen finanzieller Schwierigkeiten mehrere Male Verpfändet und musste schliesslich verkauft werden.

1400 übernahm die Stadt Basel die Herrschaft Homburg zusammen mit der Stadt Liestal und der Herrschaft Waldenburg im Bestreben, ihren Machtbereich auszubauen und ihr Hinterland wirtschaftlich zu sichern. Die Verwaltung richtete auf der Homburg einen Landvogteisitz ein. Die Aufgabe der Vögte waren die Gemeindebehörden zu überwachen, Steuern ein zu ziehen und die niedere Gerichtbarkeit auszuüben. Sie waren für den Unterhalt der Passstrasse über den unteren Hauenstein verantwortlich. Im grossen Stiele waren sie auch beschäftig die Burg baulich instand zu halten.

Nach der französischen Revolution lehnte sich ein Grossteil der Landbevölkerung gegen die Basler Herrschaft auf. Bauern rotteten sich zusammen und gingen gegen die Landvögte vor. Anfangs Januar 1798 hatten die Vögte auf der Waldenburg und Farnsburg ihre Amtssitze verlassen, die darauf geplündert und in Brand gesetzt wurden. Um einer Plünderung der Homburg zuvorzukommen, räumte der Homburger Vogt das Schloss. In der Nacht vom 23. auf den 24. Januar 1798 wurde die Homburg angezündet und brannte vollständig aus. Zu einem späteren Zeitpunkt wurde die Ruine zur Nutzung als Steinbruch versteigert, zerfiel weitgehend und wurde stark überwachsen.


Fotos: Dominik Stohler, Ziefen.
Fotografiert am: Montag, 25. Juli 2011.
Alle Fotos Copyright © by Stohler, Ziefen.

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