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Basel ist die drittgrösste Stadt der Schweiz, nach Zürich und Genf. Die Stadt liegt an der Grenze zu Deutschland und Frankreich. Zusammen mit den Landgemeinden Riehen und Bettingen bildet Basel den Kanton Baselstadt. Basel ist unterteilt in Grossbasel und Kleinbasel. Grossbasel liegt auf der linken und Kleinbasel auf der rechten Seite des Rheins. Die Altstadt in Grossbasel, rund um den Marktplatz, wo auch das Rathaus steht ist das Zentrum der Stadt. Die engen Strassen und Gassen der Altstadt auf beiden Seiten der Mittleren Rheinbrücke laden zum flanieren ein. In die Innenstadt gelangt man mit dem Tram. Basel ist ein Zentrum der Chemie- und Pharmaindustrie. Basel bildet einen Eisenbahnknotenpunkt mit einem der grössten Rangierbahnhöfe in Europa im benachbarten Muttenz. Die Frachthäfen der Region Basel sind die einzigen der Schweiz. So besteht über den Rhein eine Verbindung zur Nordsee. Der Flughafen Basel Mulhouse Freiburg liegt auf französischem Territorium und wird gemeinsam mit den französischen Nachbarn betrieben. Daher verläuft innerhalb des Flughafen-Areals eine Zollgrenze. Der Flughafen ist von der Schweiz aus durch eine zollfreie Strasse erreichbar.
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Auf dem Gebiet des heutigen Basels gab es erste Siedlungsspuren im 5. Jahrhundert v. Chr. Kelten liessen sich am Rheinknie nieder. Am Westrand der heutigen Stadt entstand 150 v .Chr. eine keltische Siedlung. Um 80 v. Chr. Wurde diese durch ein Oppidum (Siedlung mit Befestigungswall) abgelöst. 44/43 v. Chr., nach der Gründung der römischen Kolonie Augusta Raurica, auf dem Gebiet der heutigen Gemeinden Augst und Kaiseraugst (rund 10 Kilometer rheinaufwärts), geriet auch die befestigte Siedlung auf dem Münsterhügel unter römische Herrschaft.
Der Ortsname Basilia wurde 374 erstmals urkundlich erwähnt. Auf dem Münsterhügel bestand damals ein Militärkastell, das die Invasion von germanischen Stämmen aus dem Norden ins römische Reich verhindern sollte. Um 400 zogen die römischen Truppen ab und es siedelten sich Alamannen in Basel an. Basel fiel Ende des 5. Jahrhunderts an die Franken und um 900 kam die Stadt an das Königreich Hochburgund. Basel wurde 1032 dem Heiligen Römischen Reich angegliedert. Im frühen 7. Jahrhundert ist bereits ein Bischof bezeugt, der wie seine Nachfolger wohl bereits die Herrschaft in der Stadt ausübte. Die Stadt wurde 917 durch Ungarn zerstört. Um 1225 erfolgte unter Bischof Heinrich von Thun der Bau der ersten Basler Rheinbrücke und in Folge entstand die Stadt Kleinbasel zu Brückensicherung. Im 14. Jahrhundert musste die Stadt zwei schwere Schicksalsschläge verkraften. Die Hälfte der Bevölkerung starb 1348 während einer Pestepidemie. Und nur acht Jahre später (1356) ereignete sich das Basler Erdbeben. Das war bis heute das schwerste Erdbeben in Mitteleuropa. Es forderte zwar nur wenig Opfer, aber der anschliessende Grossbrand zerstörte grosse Teile der Stadt. Um 1433 begann die Papierfabrikation in Basel. Kaiser Friedrich III. verlieh der Stadt 1471 das Messeprivileg. Um diese Zeit wurde auch der Buchdruck in Basel eingeführt. Der Schwaben- bzw, Schweizerkrieg ereignete sich 1499 in Basel. Basel wendete sich damals der Eidgenossenschaft zu, der es am 13. Juli 1501 als 11. Ort Beitrat. Nach einem Zunftaufstand trat Basel 1529 zur Reformation über. Basel wurde während eines Zeitraums von 50 Jahren von fünf schweren Pestepidemien heimgesucht. 4000 Einwohner starben 1563 – 1564 – ein Drittel der damaligen Stadtbevölkerung. Die Pest kehrte zurück in den Jahren 1576 – 1578 (ca. 800 Tote), 1582 – 1583 (ca. 1200 Tote), 1593 – 1594 (ca. 900 Tote) und ein letztes, aber vernichtendes Mal 1609 – 1611 (ca. 3600 Tote). Die Landgemeinden (Baselbiet) wehrten sich 1833 nach längerem Widerstand erfolgreich gegen die Dominanz der Stadt. Nach der Schlacht an der Hülftenschanz, welche die Stadt verlor, konstituierten sich die Landgemeinden als eigener Halbkanton Basel-Landschaft. Nur die rechtsrheinischen Gemeinden Riehen, Bettingen und das 1907 in die Stadt eingemeindete Kleinhüningen verblieben bei Basel und bildeten fortan den Halbkanton Basel-Stadt. Der erste Zug der Schweiz fuhr 1844 von St. Louis her in Basel ein. Der Bau der Museen an der Augustinergasse erfolgte 1849. Nach 1859 wurden die Stadtmauern geschleift; nur einige der grösseren Stadttore wie das Spalentor blieben erhalten. Das Rathaus wurde 400 Jahre nach dem Bau 1901 renoviert und erweitert. Während des Zweiten Weltkriegs wurde Basel irrtümlich von den Alliierten bombardiert und leicht beschädigt. Der erste binationale (seit 1993 trinatonal) Flughafem der Welt wurde 1953 eingeweiht: Basel-Mulhouse. Basel feierte seine zweitausendjährige Stadtgeschichte 1957. Am 1. November 1986 ereignete sich im nahen Schweizerhalle ein schwerer Chemiebrand, der glimpflich ausging.
Das Wappen der Stadt Basel und auch des Halbkantons Basel-Stadt ist ein nach links (heraldisch rechts) gerichteter schwarzer Krummstab auf weissem Feld, der Baslerstab genannt wird. Drei Querbalken unterbrechen diesen Stab, der nach unten breiter wird und in drei Zacken ausläuft. Das Sinnbild des Baslerstabs ist der gekrümmte Hirtenstab der Bischöfe. Schildhalter sind Löwen, wilde Männer, Engel und seit dem 15. Jahrhundert auch Basilisken. Basilisken sind Drachen mit Hahnenkopf und Schlangenschwanz.
Im 11. Jahrhundert tauchte das Wappen erstmals auf. Damals noch in der Form eines Holzstabes mit oben goldenem Bogen. Die heutige Form des schwarzen Stabs stammt aus dem 12. Jahrhundert und entspricht dem Wappen der Bischöfe von Basel, nachweislich seit 1384. Das Wappen hat sich seit dieser Zeit nicht verändert. Es blieb das Wappen der Stadt und bei der Trennung der Landschaft von der Stadt später auch das Wappen des Kantons.
Basel gilt als eine der europaweit bedeutendsten Museumsstädte. Das Kunstmuseum Basel (grösstes Kunstmuseum der Schweiz) ragt dabei als die älteste städtische Kunstsammlung der Welt überhaupt heraus. Schwerpunkte des Museums liegen bei Künstlern der Renaissance sowie des 19. und 20. Jahrhunderts. Im Museeum für Gegenwartskunst werden Werke ab etwa 1960 ausgestellt. Eine weitere bedeutende Kunstsammlung ist das Tinguely-Museunm Basel. Sehenswert sind auch das Antikmuseum, das Architekturmuseum, das Naturhistorische Museum und das Museum für Völkerkunde. Es gibt auch eine Vielzahl an kleineren Sammlungen und Museen, wie die Anatomische Sammlung der Universität, die im Anatomischen Museum zu sehen ist, das Pharmaziehistorische Museum, das Jüdische Museum (Kornhausgasse) oder das Spielzeugmuseum und das Puppenmuseum am Barfürsserplatz.
Innen
Der helle und ruhige Innenraum der dreischiffigen Kirche ist 65 m lang und 32,5 m breit. Wenn man die seitlichen Schiffe mit einer Reihe Grabkapellen dazu rechnet, sind es sogar fünf Schiffe. Die farbigen Glasfenster stammen fast alle aus dem 19. Jahrhundert. In der gotischen Chorpartie sind Scheiben im neogotischen Stil zu finden. Das grösste Chorfenster stellt die vier Evangelisten dar. Zu erwähnen sind die zwei Radfenster im nördlichen und südlichen Querschiff. Das eine Fenster mit dem Davidstern stellt Christus dar. Das andere Fenster stellt die Taufe Christus dar. Das Gewölbe des oberen Chores und das hohe Gewölbe des Mittelschiffs wurden nach dem Erdbeben von 1356 wieder neu im gotischen Stil aufgebaut. Bei Restaurationsarbeiten hat man entdeckt, dass das Gewölbe des Mittelschiffs mit einem Marienzyklus bemalt war. Dieser entstand ca. um 1400 und es ist nur sichtbar zu sehen mit ultraviolettem Licht. Im Chorgang befindet sich der Sarkophag der Königin Anna von Habsburg und Ihres Sohns Karl. Sie hatte um 1245 als ledige Gertrud von Hohenberg den späteren König Rudolf von Habsburg geheiratet. Sie starb 1281 in Wien. Von Wien aus wurde ihr Leichnam nach Basel übertragen. Die gefundenen Beine in Ihrem Grab (eine Frau, ein Mann, ein Kind) wurden ins Kloster St.Blasien verlegt. Heute ruhen sie im Lavantal, Kärnten in Österreich. Aussen Die aussergewöhnliche Bauchgeschichte des Münsters beansprucht mehr als 500 Jahre Bauzeit. Das sogennante Haito – Münster wurde in der ersten Hälfte des 9. Jahrhundert vom Basler Bischof Haito, Abt des Klosters Reichenau am Bodensee gebaut. Vermutlich bestand das Münster damals aus einem Saal, mehreren Nebenräumen an der Längsseite und zwei Rundtürmen an der Westseite. Die imposante Westpartie führte zu einem gekrümmten Strassenverlauf, der bis Heute so geblieben ist. Wie die Kirche im Osten aussah weiss man nicht genau. Sicher ist, dass unter dem Altarraum eine Krypta sich befindet. Im Jahr 917 wurde das Münster durch den Ungransturm stark in Mitleidenschaft gezogen. Das heutige Münster geht aus dem letzten Drittel des 12 Jahrhundert zurück. Beim Erdbeben von 1356 wurden viele Teile des Münsters zerstört (verschiedene Gewölbe, Türme und Teile der Krypta). Der Baumeister Johannes von Gmünd baute die teilweise zerstörte Kirche wieder auf und 1363 konnte der Hochaltar wieder geweiht werden.
Die grösste Fasnacht der Schweiz und gleichzeitig auch die einzige protestantische der Welt ist die Basler Fasnacht. Der Beginn und zugleich der Höhepunkt der Basler Fasnacht ist der Morgenstraich, der am Montag nach dem Aschermittwoch, morgens um vier Uhr in der Früh beginnt. Der Morgenstraich wird nur von den Cliquen begangen. Die Fasnacht zieht trotz dieses ungewohnt frühen Auftakts jedes Jahr zehntausende Besucher an und geniesst weltweit grosse Bekanntheit. Drei Tage und Nächte dauert die Fasnacht und endet somit am Donnerstagmorgen um vier Uhr mit dem Endstreich. Während dieser 72 Stunden kann man auf den Strassen der Basler Innenstadt Cliquen, Guggenmusiken, Waggiswagen und Chaisen beobachten.
Am Montag- und Mittwochnachmittag findet jeweils eine Parade aller Gruppen namens Cortège statt. Die Kinder- und Familienfasnacht findet am Dienstagnachmittag statt. Am Dienstagabend ist das grosse Guggen-Konzert.
Zur Fasnacht gehören auch die kabarettistischen Schnitzelbänke in Baseldeutscher Sprache, die in den Bars und Restaurants der Stadt auftreten. Mehlsuppe, Ziebelewaie und Käswaie sind traditionelle Speisen zur Fasnacht.
Am 3.Juli 1874 öffnete der zoologischer Garten in Basel die Tore. Unzählige Neugierige strömten in den Zoo. Zusehen gab es damals Wildschweine, Hirsche, Büffel, Elche, Eulen. Die verschiedenen Raubtiere wie Wolf, Dachs, Fuchs, Wildkatze und Marder waren die Attraktionen schlecht hin. Anziehungspunkte waren auch der Bärengraben, die Felsenanlage der Gämsen und Steinböcke und das Bassin wo sich die Fischotter und Biber aufhielten. Im ersten Jahr pilgerten bereits 62000 Menschen in den Zoo. Man bedenke, dass die Stadt Basel damals erst 50000 Einwohner hatte. Wegen der hohen Tiersterblichkeiten der Alpentiere musste die Tierhaltung neu überdenkt werden. Auch wollten die Leute mehr exotische Tiere sehen. Dies führte dazu, dass der Zoo 1884 nach Richtung Binningen hin vergrössert wurde. 1886 traf ein junger indischer Elefant im Zoo ein. 1890 gelangte das erste Löwenpaar in den Zoo und ein Jahr darauf erblickte der erste Löwenjunge das Licht dieser Welt im Basler Zoo. 1900 kam der erste Menschenaffe in den Zoo, es war ein Orang-Utanweibchen Namens Kitty.
1930 wurde der Zoo ausgebaut. Der Zooeingang wurde gegen das Viadukt vorverlegt. Es wurden auch Parkplätze für den modernen Verkehr geschaffen. 1937 ereignete sich die grösste Katastrophe in der Geschichte des Zoos, die Maul und Klauenseuche brach aus und viele wertvolle Tiere verendeten. Stagnation im Zoo brachte der zweite Weltkrieg mit sich. Der Zoo erholte sich nach Kriegsende sehr schnell und es bestand die Möglichkeit wieder seltene Tiere zu Importieren. 1951 gelangten die ersten Panzernashörner in den Basler Zoo. Der Bulle Gadahar und das Weibchen Joymothi sind die Stammeltern der weltbekannten Basler Panzernashorzucht. 1952 war der Basler Zoo der erste Zoo in Europa, der ein Gorillapaar beherbergte. Einen wichtigen Stellenwert in der modernen Raubtierhaltung nahm das neue Raubtierhaus 1956 ein. Das Raubtierhaus wurde für viele andere Zoos zum Vorbild und beeindruckte immer wieder durch seine Zuchterfolge. Die Geburt
des Panzernashorns Rudra 1956 galt damals als Weltsensation. Im Basler Zoo wurden bis jetzt 28 Junge Nashörner geboren und nimmt weltweit eine wichtige Stellung in der Panzernashornzucht ein. 1958 schlüpfte der erste Flamingo im Basler Zoo, was gleichzeitig der erste Zuchterfolg in einem europäischen Zoo bedeutete. 1959 erfolgte eine weitere Sensation im Basler Zoo mit der ersten Gorillageburt in Europa und der erst zweiten weltweit. Einen weiteren Höhepunkt erlebte der Basler Zoo 1966 mit der Geburt des afrikanischen Elefantenkindes Ota, es war die erste Geburt im Basler Zoo und erst die dritte weltweit gewesen. 1972 wurde das lang ersehnte Vivarium eröffnet. Auch Heute begeistert das Vivarium immer noch viele Besucher und Fachleute aus der ganzen Welt. Der Kinderzoo wurde 1977 eröffnet und beherbergt Haustiere aus verschiedenen Ländern. Zwischen 1977-1987 wurden im Zuge der Neugestaltung des Zoologischen Gartens in einen Landschaftspark verschiedene Anlagen neu gestaltet. Das freudige und lang erwartete Ereignis fand am 9.April 1992 statt. Der Elefantenbulle Pambo war geboren. Die schwierige Elefantenzucht wurde damit erfolgreich überwunden. Pambo wurde der absolute Publikumsliebling im Basler Zoo. 1992/93 wurde die neue Afrikaanlage eröffnet, wo jetzt Strausse, Zebras und Flusspferde gemeinsam zusammen leben. 1993 gelang die erste Gepardenzucht gleich mit fünf Jungtieren. Seit 1997 ist der Zoo Basel mit einer Homepage im Internet online (www.zoobasel.ch). 2001 wurde das ETOSCHA-Haus eröffnet. Diese einzigartige Anlage zeigt auf wie sich der Nahrungskreislauf in der Savanne abspielt. Das Gamgoas-Haus wurde 2003 eröffnet. Es beherbergt die Löwen und Nilkrokodile, aber auch Termiten. Am 29.Juli 2005 erlebt der Basler Zoo einen Rabenschwarzen Tag. Durch einen heftigen Hagelsturm wurden viele Bäume und Dächer der Zooanlagen verwüstet. Menschen und Tiere kamen zum Glück keine zu Schaden. In der Australienanlage, die 2006 eröffnet wurde, leben jetzt Känguru und Buschhühner zusammen. Die Nashornanlage ist die Neuste und letzte Anlage bis Heute und wurde am 13.September 2006 eröffnet. Der Basler Zoo wird sich stetig weiter entwickeln und man darf gespannt sein, wie er wohl in 10 – 15 Jahren aussehen wird. Besuchen Sie den Basler Zoo und Sie werden begeistert sein.
Die Schweizerische Centralbahn ging 1902 in die neu geschaffene Schweizerische Bundesbahn über. Der neue Bahnhof der jetzt Schweizerischer Bundesbahnhof Basel SBB genannt wird, gehörte damals zu den ersten grössten Bauwerken die die SBB besitzen. Der Bahnhof SBB Basel wurde von den Herren E.Faesch und E.La Roche entworfen und wurde am 24.Juni 1907 dem Betrieb übergeben. Das Layaut des Gebäudes zeigte nach aussen das für die damalige Zeit repräsentative Aussehen der Bundesbauten. Die Schalterhalle ist sehr grosszügig konzipiert. Da Basel eine Grenzstadt ist, könnte man vermuten, dass der Bahnhof SBB ein Sackbahnhof ist. Dem ist aber nicht so, denn die Geleise führen weiter zum Französischen Bahnhof Basel (SNCF) der gleich am Bahnhof SBB angegliedert ist und dann weiter nach Mülhausen – Strassburg. Basel ist der grösste Grenzbahnhof von Europa. In der Schweiz ist er nach Passagieraufkommen hinter Zürich und Bern der drittgrösste Bahnhof. Praktisch alle Internationalen Züge von Frankreich und Deutschland herkommend fahren im Bahnhof SBB ein, bevor sie dann weiter fahren Richtung Süden. Aus Deutschland ist dies der ICE (Inter City Express), aus Frankreich ist es der TGV, der dann bis Zürich weiter fährt. Beim Bau der Passerelle im Jahr 2003 wurden die Geleise auf 15 Geleise ausgebaut und zwei Geleise werden noch dazukommen. Die alte Fünfschiffige Geleisehalle ist 93 m breit und 120 m lang. In Basel gibt es 4 Bahnhöfe, wo von zwei Ausländische Bahnhöfe sind, nämlich der Badische Bahnhof Basel (Deutschland)in Kleinbasel und der Französische Bahnhof (SNCF) sowie der Bahnhof St.Johann, alle in Grossbasel. Heute besitzt Basel eine S-Bahn. Die vom Bahnhof Basel SBB ausgehenden Linien führen über die Landesgrenzen hinaus (Elsass und Südschwarzwald) so wie in der Schweiz bis zu den Endstationen Frick AG, Olten SO, Laufen BL (Manchmal bis Porrentuy im Jura.
Seit 2006 findet in Basel alljährlich das Basel Tattoo statt. Ins Leben gerufen hat es Erik Julliard, er ist gleichzeitig der Produzent dieses Spektakel-Anlasses. Das Basel Tattoo besticht durch die Hochkarätigen Formationen aus der ganzen Welt. Ein Gemisch von Militärdrill, Dudelsackklängen, Tanzgruppen und Marschmusik so wie Show-Einlagen begeistern die Leute bis aufs äusserste. Nebst den rund 1000 Mitwirkenden sind zusätzlich nicht weniger als ca. 350 freiwillige Helfer im Einsatz, die verantwortlich sind das dieser Anlass reibungslos von statten gehen kann. Das Geheimnis, so Erik Julliard, dieses Grossanlasses – das Basel Tattoo ist das zweitgrösste nach Edinburgh Military Tattoo – ist wohl, das es überschaubar ist und in wenigen Tagen die Crème de la Crème der Militärmusik in Basel vereint. Das Basel Tattoo ist einzigartig, weil es in der alten Stadtkaserne und vor Historische Kulisse statt findet. Nach den Tennis Swiss-Indoors in der St.Jakobhalle ist das Basel Tattoo der zweitgrösste Anlass der alljährlich in Basel statt findet. So klingende Formationen wie Queen Victoria School Highland Dancers and Pipe Band – New Zealand Army Band – The Regimental band of HM Coldstream Guards – Musikverein Bubendorf – Top Secret Drum Corps – Argyll & Sutherland Highlanders Pipes and Drums – Swiss Army Gala Band – South African Highland Dancers – Trinidad and Tobago Defence Force Steel Orchestra and Drums – Colonial Williamsburg Fifes and Drums – The Band of the Moscow Military Conservatoire – Drummers Call, historischer Akt – HM the King’s Guard of Norway, Drill Platoon – Lochiel Marching Team New Zealand - Voices II Musikschule Münchenstein um nur einige zu nennen, tretten im Basel Tattoo auf. Man bedenke auch, dass viele Frauen und Männer dieser Formationen direkt von Kriegseinsätzen nach Basel kommen, hier teil nehmen und wenn alles vorbei ist wieder irgendwo auf der Welt in Kriegseinsätze zurück gehen.
Der EuroAirport Basel – Mulhouse – Freiburg ist einzigartig auf dieser Welt, denn es sind eigentlich zwei Flughäfen beisammen und beide beanspruchen die Gleichen Pisten und doch wieder nicht.
Als Ersatz für den Flughafen Sternenfeld in Birsfelden (bei Basel) wurde 1946 der Flughafen Blotzheim im Elsass (Frankreich) eingeweiht. Am 4. Juli 1949 wurde in Bern der Französisch-Schweizerische Staatsvertrag abgeschlossen, wie der Bau und Betrieb des Flughafens Basel – Mülhausen in Blotzheim basiert. In Kraft trat er dann am 25. November 1950. Die Rechtsform des Airports Basel – Mulhouse ist die eines öffentlich-rechtlichen Unternehmens nach internationalem Recht in Frankreich, die auf einem Staatsvertrag zwischen Frankreich und der Schweiz datiert. Die Zollfreistrasse von Basel zum Airport Basel – Mulhouse wurde im Jahre 1952 gebaut. 1953 wurde die zwei Kilometerlange Haupt- oder Blindlandepiste dem Verkehr übergeben. Nach der Bauzeit wurde sie gleich nochmals um 370 m verlängert, damit alle Flugzeugtypen sicher starten und landen konnten. Für den Ausbau des Flughafens 1970 zahlte die Schweiz die Kosten von 160 Millionen SFr., Frankreich stellte das Land zur Verfügung. 1978 wurde die Piste auf 3,9 Km verlängert. 1979 landete das erste Mal eine Concorde der Air France in Basel - Mulhouse. 1984 benützten zum ersten Mal mehr als eine Million Menschen den Airport um von dort abzufliegen. Die Arbeitsplätze verdoppelten sich zwischen 1985 – 1994 von 1500 auf 3000. Der Markenname „EuroAirport Basel –Mulhouse – Freiburg“ wird seit 1987 benützt. Gegen Ende der 1990er Jahre arbeiteten am Airport ca. 4800 Personen in 133 verschiedenen Firmen. 2007 machten 4,3 Millionen Menschen gebrauch vom EuroAirport, was ein neuer Rekord bedeutete. Der EuroAirport ist kein übergrosser Flughafen, aber er ist ein interessanter, schöner und überschaubarer, der doch stetig am wachsen ist.
Die Tramlinie 10 der BLT ist eine einmalige Tramlinie in Europa. Man findet nirgends in Europa etwas Vergleichbares. Die Tramlinie 10 führt durch zwei Länder (Schweiz und Frankreich)und drei Kantone (Solothurn, Baselland und Basel-Stadt). Zugleich ist sie mit knapp 26 km die längste Tramlinie Europas. Die modernen gelb-roten Trame fahren von Dornach (Bezirk Dorneck, Kt. Solothurn) weiter über Arlesheim (Bezirk Arlesheim, Kt. Baselland), Münchenstein (Bezirk Arlesheim, Kt. Baselland), Stadt Basel (Kt. Basel-Stadt), Binningen (Bezirk Arlesheim, Kt. Baselland), Bottmingen (Bezirk Arlesheim, Kt. Baselland), Oberwil (Bezirk Arlesheim, Kt. Baselland), Therwil (Bezirk Arlesheim, Kt. Baselland), Ettingen (Bezirk Arlesheim, Kt. Baselland), Witterswil (Bezirk Dorneck, Kt. Solothurn), Bättwil (Bezirk Dorneck, Kt. Solothurn), Flüh (Bezirk Dorneck, Kt. Solothurn), Leymen (Sundgau, Elsass, Département Haut-Rhin, Frankreich), Rodersdorf (Bezirk Dorneck, Kt. Solothurn).Diese Tramlinie bietet auch sehr viel Kultur an, denn praktisch in jeder Ortschaft lohnt es sich auszusteigen um die entsprechenden Sehenswürdigkeiten anzuschauen. In Dornach ist das Goetheanum wohl das bekannteste Gebäude mit weltweiter Ausstrahlung. Sehr schön ist auch die Kirche des ehemaligen Kapuzinerklosters gleich bei der Endstation und die alte Birsbrücke mit der Statue der Nepomuk-Statue, er war ein böhmischer Priester und Märtyrer gewesen. In Arlesheim ist die Domanlage mit der Domkirche weit umher bekannt. Die Ermitage ist ebenfalls sehr bekannt, sie beherbergt den grössten englischen Garten der Schweiz und es befindet sich ein sogenannter Kraftort dort (75'000 Boviseinheiten). In Münchenstein sind noch Resten von der gleichnamigen Ruine zu sehen so wie alte und sehr gut erhaltene Wohnhäuser im Dorfzentrum aus dem 16. Jahrhundert. Die Stadt Basel ist bekannt für viel Kunst, Kultur und Museen. Die touristischen Schönheiten Basels sind das Münster, die Altstadt, das Spalentor, Die Rheinfähren, diverse Kirchen und Gebäude. In Binningen finden wir das ehemalige Weiherschloss aus dem 13. Jahrhundert. Auf dem Margarethenhübel stehen die St.Margarethenkirche und ein prächtiger Aussichtpunkt über die Stadt Basel. In Bottmingen steht das Weiherschloss das 1363 erbaut wurde. Seit 1957 gehört es dem Kanton Baselland. Im Schloss ist heute ein Restaurant integriert. In Oberwil treffen wir auf die katholische Pfarrkirche St. Peter und Paul mit Steinkistengräbern aus dem Frühmittelalter so wie auf das Spätbarocke Pfarrhaus aus dem Jahr 1783 mit romantischen Wandbildern im Studierzimmer und Panoramen der Umgebung von 1820. In Ettingen lohnt sich ein Besuch in der Kirche St. Peter und Paul, erbaut 1717, mit dem Glasgemälde von Jacques Düblin von 1937 zu besuchen. Die Kirche St. Katharina in Witterswil wurde 1641 an der Stelle eines mittelalterlichen Gotteshauses errichtet und 1983 einer totalen Restauration unterzogen. In Bättwil ist die Kapelle St. Martin (bis 1791 Herz-Jesu-Kapelle) ein Besuch wert. Die Kapelle wurde zwischen 1744 und 1755 erbaut. Die Mühle von Bättwil stammt aus dem 15. Jahrhundert. 1976 brannte die Mühle nieder, wurde aber wieder originalgetreu aufgebaut. In Flüh ist die Ruine Sternenberg, Ruine Fürstenstein, die St. Johanneskapelle so wie die Kehlengrabenschlucht einen Besuch wert. Am Berghang oberhalb Leymen (F) befindet sich die Ruine Landskron. Von hier oben aus geniesst man einen prächtigen Ausblick aufs Sundgau. Rodersdorf ist Ausgangspunkt vieler Wanderungen. Gleichzeitig endet hier die Tramlinie 10 nach gut 26 km länge und einer Fahrzeit von ca. einer Stunde.
Die Wirtschaftsregion Basel ist die dynamischste in der Schweiz, auf der ganzen Welt sogar eine der produktivsten und innovativsten. Im Raum Basel sind einige Weltfirmen angesiedelt wie: Novartis, Roche oder Syngenta. In der Region Basel gehen rund 300'000 Menschen aus dem In- und Ausland ihrer Arbeit nach. Nebst der Life Sciences sind die Chemische Industrie, die Finanz- und Versicherungswirtschaft so wie Logistik- und Kreativwirtschaft wichtige Wirtschaftsstützen. Aber auch KMUs (Klein- und Mittlere Betriebe) sind sehr stark vertreten. Durch die geographische zentrale Lage mitten in Europa ist Basel seit jeher ein wichtiger Güterumschlagplatz. Viele Internationale Unternehmen die sich in der Region Basel angesiedelt haben nützen dies als Sprungbrett für den europäischen Markt. Dank der guten Bildungsstruktur der hiesigen Bevölkerung ermöglicht es den Unternehmen hochqualifiziertes Personal zu rekrutieren, was sich in der hohen Produktivität manifestiert. Jeden Tag überqueren 30'000 Grenzgänger aus Deutschland und Frankreich die Grenze zur Schweiz um im Raum Basel zu Arbeiten. Viele von ihnen sind hochqualifizierte Fachkräfte. Viele Menschen (Spezialisten) aus allen Herren Ländern (150 Nationen) zieht es nach Basel um hier zu arbeiten, nicht zuletzt wegen der hohen Lebensqualität die die Region Basel zu bieten hat.
Der Badische Bahnhof hat seinen Standort in Kleinbasel und liegt auf Schweizerboden. Er ist einer der sechs Bahnhöfe, die es in Basel gibt. Alle internationalen Personenzüge die vom Norden Deutschland kommend und die Rheintalstrecke befahren, halten am Badischen Bahnhof Basel an, bevor sie weiter fahren zum Bahnhof SBB.
Die Grossherzoglich Badische Staatseisenbahnen begannen 1838 mit dem Bau einer Eisenbahnlinie von Mannheim, Heidelberg via Karlsruhe nach Freiburg im Preisgau und weiter bis zur Schweizer Grenze (Basel). 1852 wurde ein Staatsvertrag abgeschlossen zwischen dem Grossherzogtum Baden und der schweizerischen Eidgenossenschaft, der heute immer noch Gültigkeit hat, wie die Eisenbahnlinie weiter geführt werden kann über schweizerisches Staatsgebiet. Die Basler Stadtregierung drängte damals auf einen Sackbahnhof, Baden jedoch auf einen Durchgangsbahnhof, damit die Stecke weiter geführt werden konnte nach Waldshut, Singen bis nach Konstanz am Bodensee. 1908 genehmigte das eidgenössische Eisenbahndepartement das vorgeschlagene Bahnhofbau-Projekt von der Generaldirektion der Badischen Bahn. Entworfen hatte es Karl Moser (1860 – 1936), der schon zuvor die Pauluskirche und die Antoniuskirche erbaute. Während des zweiten Weltkrieges wurde viel Verkehr wegen der „Italienkohle“ über den Badischen Bahnhof abgewickelt. Täglich bis zu 30 Kohlezüge überquerten die Grenze zwischen dem Deutschen Reich und der Schweiz. Weil England die Schifffahrt in Italien unterband, wurden diese Züge nötig, denn Italien wie auch die Schweiz brauchte die Kohle, denn es waren keine Vorräte vorhanden. |