Dom Arlesheim

Die Domkirche von Arlesheim ist der einzige Dom der Schweiz. Die Domkirche steht rund 8 km von Basel entfernt im basellandschaftlichen Arlesheim und ist mit dem öffentlichen Verkehrsmittel (Tram Nr. 10, ab Bahnhof SBB Richtung Dornach) sehr gut in rund 30 Minuten zu erreichen.

Vor der Kirche befindet sich der Domplatz, der von Domherrenhäusern umgeben ist. Der Brunnen mitten auf dem Domplatz ist mit einem Obelisken versehen. Der Dom ist heute das Wahrzeichen von Arlesheim. Nebst dem Dom ist der Ortskern mit seinen schön renovierten Altbauten sehenswert.
 

 

Innenraum

Der einschiffige Innenraum wird von seitlichen Kapellen begleitet. Die Räumlichkeiten sind im barocken Stil erbaut. Der Chor weist einen Altar auf der mit verschiedenen Engel umrandet ist. Die Seitenwände und Decke sind mit Wandbildern beziehungsweise mit Deckenmalereien versehen. Unter dem Chor befindet sich die Gruft, die öffentlich zugänglich ist.
 

Architektur

Nach den Plänen von Franz Demess wurde der Dom zwischen 1679 und 1681 erbaut. Der Barocke Bau war sehr einfach und streng. Der Einheitsraum war wie heute von Kapellen begleitet, und die Wände waren durch niedrige Emporen, wie man sie in Jesuitenkirchen antrifft, belebt. Zwei Türme weisst die Domkirche auf, welche von je einem Knauf und einem Kreuz abgeschlossen werden. Die schnelle Bauweise um 1680 liess bald schwere Schäden an der Domkirche zu Tage treten, und es wurde 1759 nach nur 80 Jahren eine umfassende Restaurierung nötig. Der Dom erhielt ein Rokoko-Aussehen und wurde innen und aussen erneuert was weitgehend eine Veränderung nach sich zog.
 

Silbermannorgel

Das Domkapitel gab 1759 dem bekannten Orgelbauer Johann Andreas Silbermann aus Strassburg den Auftrag zum Bau einer Orgel.
Die Orgel ist die letzte in der Schweiz erhaltene Silbermannorgel und Besitzt somit einen Seltenheitswert. Die Orgel ist direkt hoch über dem Kircheneingang platziert
 

Geschichte

Die Weihung des Domes von Arlesheim, bei Basel, Schweiz wurde 1681 vorgenommen. Die Kirche und die Domherrenhäuser am Domplatz waren von 1679 bis 1792 Sitz des Domkapitels des Bistums Basel. Die berühmte Silbermannorgel (Johann Andreas Silbermann) stammt aus dem Jahr 1761.

1529, durch die Reformation vertrieben, flüchtete der Bischof des Bistums Basel zunächst nach Altkirch, danach nach Pruntrut (französisch Porrentruy). Das Domkapitel hingegen fand vorerst in Freiburg in Preisgau Aufnahme. 1679 beschlossen Bischof und Kapitel, sich eine neue Residenz in Arlesheim zu errichten. 1793 verliessen die letzten Domherren Arlesheim und Freiburg im Breisgau wurde wieder offizieller Sitz des Domkapitels. Daraufhin wurden der Dom, die Domherrenhäuser und die Fahrhabe versteigert und vieles ging verloren. Unteranderem einige Glocken und das kunstvolle schmiedeeiserne Chorgitter, sowie der Kirchenschatz. Zwischenzeitlich wurde der Dom gar als Pferdestall verwendet. Seit 1812 ist es die Pfarrkirche der Gemeinde Arlesheim.
 

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