Salzbohrtürme Pratteln / Riburg

Vor noch nicht allzu langer Zeit prägten die Salzbohrtürme die Landschaft zwischen Augst und Pratteln, als man mit dem Auto Richtung Basel dem Rhein entlang fuhr. Früher wurde mittels dieser Bohrtürme das Salz aus rund 100 m Tiefe hervorgeholt. 2008 wurden die letzten zwei Bohrtürme die übrig geblieben sind ins Gebiet „Löli“ in Pratteln als Mahnmal vergangener Zeiten gezügelt. Zwei weitere Bohrtürme stehen im Gebiet „Neumatt“ und drei Bohrtürme direkt bei der Schweizer Rheinsalinen AG in Riburg bei Rheinfelden. Sie stehen alle unter Heimatschutz.

Durch neue Technologien wurden die Bohrtürme überflüssig.
 
Damit im Winter genügend Auftausalz (Streusalz) für die ganze Schweiz bereit stehen kann, wurden zwei mächtige „Saldome“ im Werk Riburg erstellt als Lagerhalle für das weisse Gold. Der erste wurde 2004 erbaut, der „Saldome 2“ wurde 2012 eröffnet. Er kann über 100‘000 Tonnen Auftausalz, bei einer Fläche von 11‘300 Quadratmetern aufnehmen. Mit 120 m Durchmesser ist der „Saldome 2“ der grösste Kuppelbau Europas.


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Erreichbarkeit der Salzbohrtürme

Bohrtürme in Pratteln

Bus

Ab Bahnhof Liestal oder Basel Aeschenplatz mit der Buslinie 81 der Autobus AG Liestal bis Haltestelle Augst, Fahrzeit ab Liestal ca. 11 Minuten, ab Basel ca. 18 Minuten, zu Fuss weiter bis auf die Höhe des Minigolfparkplatzes, gegenüber ins Wohnquartier einbiegen, ca. 10 Gehminuten von der Haltestelle Augst.
 

Bohrtürme Riburg

Zug

Mit der S-Bahn S1 ab Bahnhof Basel SBB bis Bahnhof Möhlin, Fahrzeit ca. 21 Minuten, danach ca. 10 Gehminuten bis zur Schweizer Rheinsalinen AG, weitere 15 Minuten bis zu den Türmen im Gebiet „Neumatt“.


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Geschichte

1836 entdeckte der deutsche Salzfachmann Carl Christian Friedrich Glenck in Muttenz riesige Steinsalzlager in 130 m Tiefe. Schon ein Jahr später wurde die Salzproduktion aufgenommen. Durch die Errichtung der Saline in der Schweizerhalle wurde die Schweiz von Salzimporten aus dem Ausland befreit. Dank den finanziellen Erträgen aus dem Salzregal, die seit 1837 in die Kantonskasse flossen, konnte der Kanton Baselland bis weit ins 19. Jahrhundert auf Staatssteuern verzichten. Durch den Salz Fund liessen sich immer mehr chemische Firmen in der Schweizerhalle nieder.
 

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